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Plastikflut eindämmen? Wellpappe packt das

In vielen Bereichen können Verpackungen auf Basis natürlicher Rohstoffe solche aus Plastik ersetzen. Eine Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung hat gezeigt: Lösungen aus Wellpappe haben das Potenzial, bis zu 21 Prozent der Verpackungen aus Kunststoff zu ersetzen. Dadurch könnten jährlich über 825.000 Tonnen Plastik eingespart werden. Die Entwicklung zu weniger Plastikverpackung kann man in vielen Supermärkten gut beobachten. Vor allem bei Obst und Gemüse, das vor wenigen Jahren noch in Plastik verpackt wurde, wird heute gern die Alternative Wellpappe genutzt. Ein Grund: Sie hat in vielen Fällen die bessere Ökobilanz als ihr Pendant aus Plastik. Zu diesem Ergebnis ist ein Team aus Forschenden der Uni Freiburg gekommen. Würde man deutschlandweit PET-Obstschälchen durch solche aus Wellpappe ersetzen, könnten die jährlichen CO2-Emmisionen für die Herstellung von Obstkörbchen um 34 Prozent reduziert werden.

Ein weiterer Nachhaltigkeitseffekt: Äpfel, Erdbeeren und Co. können mit Wellpappe dank ihrer besonderen Materialeigenschaften besonders gut vor Stößen und Stürzen geschützt werden. So bleibt die Ware länger frisch und weniger davon landet in der Tonne. Auch beugen Wellpappenverpackungen mikrobiologisch bedingtem Verderb von Obst und Gemüse besser vor als Verpackungen aus Kunststoff. Faserbasierte Verpackungen können Feuchtigkeitsschwankungen besser abfangen und sind hier klar im Vorteil. Verpackungsbestandteile aus Plastik oder Styropor, die Packgut fixieren, können durch Wellpappe ersetzt werden. Inneneinrichtungen aus Wellpappe erfüllen die gleiche Funktion, basieren jedoch auf pflanzlichen und nicht auf fossilen Rohstoffen. Das Ergebnis: gleicher Produktschutz, besserer Umweltschutz. (akz-o)

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