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Troisdorf

Zentrenbeirat mit dritter Sitzung 2023

Die Besucherzahlen in der Innenstadt steigen und werden immer jünger

Wer hätte das gedacht? „Die Besucher der Troisdorfer Innenstadt kommen wieder. Die Passantenfrequenz ist im Gegenzusatz zu 2019 um 10 Prozent gestiegen. Die Besucher werden jünger und auch die für den Einzelhandel so wichtigen `Tagesgäste` verzeichnen ein starkes Wachstum.“ Henning Haltinner von „WHATALOCATION“ (Passantenfrequenzmessung via Mobilfunk) gab bei der 3. Zentrenbeiratssitzung am 7. November Einblicke in die Passantenfrequenzen der Troisdorfer City. Und die gezeigten Ergebnisse waren positiv, überraschten viele der Zentrenbeiratsmitglieder und zeigten auf, dass „… in der Troisdorfer Innenstadt einiges richtig gemacht wird. Vor allem die Gruppe der 20- bis 29-Jährigen und der 30- bis 39-Jährigen verzeichnet seit 2019 ein starkes Wachstum, was sonst in vergleichbaren deutschen Städten ganz selten der Fall ist“, so der Einzelhandelsexperte. Weitere Referenten waren Fabian Wagner, Leiter der Stabsstelle Digitalisierung der Stadt Troisdorf mit einem Ausblick zur Einführung einer zentralen App als digitalen Alltagsbegleiter im kommenden Jahr. Mit der können dann Informationen wie z. B. Abfallkalender, Veranstaltungskalender, „Mein Rathaus“ oder Troisdorf-spezifische Anwendungen aus der Smart-City-Strategie (Mobilität) abgerufen werden. Klimamanagerin Hannah Schulze-Steinen gab unter anderem Tipps zum städtischen Förderprogramm, Klimabildung oder auch Klimaanpassungsmaßnahmen wie die Refill-Initiative mit dem Ziel, flächendeckend kostenloses Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Zentrenmanager Stephan Frings von der Troisdorfer Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH (TROWISTA) berichtete über den aktuellen Stand des Bundesförderprogrammes ZIZ, durch das bereits vier Neuansiedlungen in der City realisiert werden konnten. Die Diakonie an Sieg und Rhein berichtete über ihre tägliche Arbeit und die Problematik mit Drogenkonsumenten in der Innenstadt. Streetworker Philip Salgert und Fachbereichsleiter Jürgen Graff gaben Einblicke in die Arbeit vor Ort und suchten den Dialog mit Verwaltung und Einzelhandel. „Es wurde ein wirklich offener und konstruktiver, vom gegenseitigen Verständnis für die unterschiedlichen Problemlagen geprägter Dialog an diesem Abend geführt, die vereinbarte Fortführung freut uns sehr“, so Jürgen Graff.

„Die Themenauswahl, die Art und Weise, wie das Zentrenmanagement durch das Programm geführt hat und die Atmosphäre insgesamt haben mir sehr gut gefallen und ich habe auch gute Anregungen für unsere Arbeit mitgenommen – danke für die Einladung“, gab Digitalexperte Fabian Wagner ein positives Feedback der Veranstaltung.

Ziel des im Frühjahr initiierten Zentrenbeirats ist es unter anderem, neue Akteure z. B. aus Einzelhandel, Immobilienwirtschaft, Stadtverwaltung, aber auch Senioren und die Jugend zu Themen rund um den Strukturwandel in der Innenstadt und den Stadtteilzentren einzubinden und zu beteiligen. „Wir wollen neue, kreative und konstruktive Menschen in den Prozess einbinden, um die Zentren wieder attraktiver zu machen und durch mehr Erlebnisqualität die Innenstadt und die Zentren zu beleben“, so Zentrenmanager Stephan Frings.

Die Innenstädte aller Städte müssen sich neu erfinden, um attraktiv zu bleiben oder wieder zu werden. Das ist schnell und einfach gesagt, denn es gibt viele Möglichkeiten, Innenstädte oder auch Lagen in Innenstädten zu gestalten. Patentlösungen gibt es nicht. „Um die Innenstädte zukunftsfähig zu machen, braucht jede Stadt ihre eigenen, auf sie zugeschnittenen Lösungen“, so Frings. Dazu hat die Stadt Troisdorf auch einen „Masterplan Innenstadt Troisdorf“ initiiert, der in einem einjährigen Prozess u. a. ein räumlich-funktionales Gesamtentwicklungskonzept für die Innenstadt Troisdorf entwickelt hat. Diesem Gedanken trägt unter anderem die Einrichtung eines Zentrenmanagements und damit auch die Gründung eines Zentrenbeirates im Rahmen des Bundesförderprogramms Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ) Rechnung. Die Stadt Troisdorf erhält für die Revitalisierung der Zentren durch die Umsetzung eines umfangreichen Maßnahmenpakets rund 1,1 Mio. Fördermittel des Bundes. Das Programm hat eine Laufzeit bis August 2025.

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