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Donnerstag 13. Juni 2024
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Mit konservativen und chirurgischen Behandlungskonzepten den Beckenboden stärken

Das Beckenbodenzentrum der GFO Kliniken Troisdorf erhielt am 20. Mai die Re-Zertifizierung als Schwerpunkt Beckenboden und Kontinenz. Diese gilt sowohl für das St. Johannes Krankenhaus in Sieglar als auch für das St. Josef Hospital in Troisdorf.

Dr. Adalbert Waida, Chefarzt des Fachbereiches Gynäkologie, sieht dies als wichtigen Beleg für die evidenzbasierte und klar patientenorientierte Arbeitsweise des Beckenbodenzentrums: „Mit der Zertifizierung, die wir nun für beide Häuser erhalten haben, stellen wir den betroffenen Menschen in der Umgebung umfassende Behandlungskonzepte bei der konservativen und der operativen Behandlung von Beckenbodenbeschwerden zur Verfügung.“

Beckenboden – eine unterschätzte Muskelgruppe

Was viele nicht wissen: Der Beckenboden hält im Körper wichtige Organe zusammen. Von der Blase über die Gebärmutter bei Frauen bis zum Rektum sorgt diese Muskelgruppe dafür, im Alltag den Druck beim Laufen, Springen, Husten, Lachen oder Niesen abzufedern. Anhaltende körperliche Belastungen, Geburten oder auch Erkrankungen können den Beckenboden in seiner Funktion einschränken. Ein geschwächter Beckenboden äußert sich zum Beispiel durch Urinverlust bei anstrengenden Tätigkeiten, durch Schwierigkeiten, den Toilettenbesuch hinauszuzögern, oder auch durch Schmerzen im Unterleib.

Den Betroffenen, meist sind es Frauen, ist es oft unangenehm, diese Probleme offen anzusprechen. Sie arrangieren sich und nehmen die eingeschränkte Lebensqualität hin. „Dabei lässt sich ein geschwächter Beckenboden gut behandeln“, sagt Dr. Sylvia Mikusova, Leiterin des Beckenbodenzentrums an den GFO Kliniken Troisdorf. „Wir sind seit 2011 darauf spezialisiert, betroffenen Frauen zu helfen. Dabei arbeiten wir mit verschiedenen Abteilungen, etwa der Physiotherapie, Urologie und Proktologie, zusammen und können auf diese Weise für die an uns überwiesenen Patientinnen ganzheitliche Behandlungskonzepte entwickeln.“

Zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten

Am Anfang steht immer ein ausführliches Gespräch über die Beschwerden, den Leidensdruck und Begleiterkrankungen. Eine Untersuchung der Organe im Unterleib sowie gegebenenfalls eine Blasendruckmessung schließen sich an (uro-gynäkologische Diagnostik). Aus den Ergebnissen wird dann gemeinsam mit den Patienten eine individuelle Behandlungsstrategie entwickelt. „Ein konsequentes Beckenbodentraining, eine Ernährungsumstellung oder Gewichtsabnahme sind Grundsteine der Therapie“, erklärt Dr. Mikusova. „Wird keine nachhaltige Verbesserung erzielt, bieten wir an unserem Beckenbodenzentrum operative Möglichkeiten an, mit denen wir sehr gute Erfahrungen gemacht und die sich in der Therapie bewährt haben.“

Damit wird das Angebot der ambulant tätigen und überweisenden Fach- und Hausärzte in der Behandlung von Beckenbodenschwächen sinnvoll ergänzt. Bei Operationsbedarf kommen defektorientierte Operationstechniken zur Anwendung, um so minimalinvasiv wie möglich vorzugehen. Am Beckenbodenzentrum der GFO Kliniken Troisdorf werden alle anerkannte laparoskopische und vaginale Operationstechniken angeboten, die die körpereigenen Bindegewebsstrukturen rekonstruieren bzw. durch Bänder und Netzte dauerhaft stabilisieren. Die Erfolgssausichten hängen von der Art des Defektes, der Begleiterkrankungen und dem Ausmaß der Bindegewebeschwäche ab.

Für Betroffene mit geschwächtem Beckenboden ist es wichtig, dass sie ihr Problem nicht still ertragen müssen. Im Beckenbodenzentrum der Standorte Sieglar und Troisdorf stehen Behandlungswege offen, die vielen Frauen Hilfe bieten kann und die dazu beitragen können, deren Lebensqualität deutlich zu verbessern.

Über das Beckenbodenzentrum der GFO Kliniken Troisdorf

Als zertifiziertes Beckenbodenzentrum sind wir seit 2011 auf die Behandlung von Inkontinenz und Beckenbodeninsuffizient spezialisiert. Wir arbeiten interdisziplinär und eng vernetzt mit den Physiotherapeuten sowie den Fachabteilungen für Urologie sowie Neurologie und dem Kompetenzzentrum Proktologie in unserem Haus zusammen. Die enge Kooperation gewährleistet, die Entwicklung ganzheitlicher Behandlungskonzepte, die den Rahmen der konservativen Behandlung ausschöpfen.

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