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Mittwoch 29. Mai 2024

Erfolgsgeschichte Camp Spich

38 Unternehmen und Betriebe

Vor fast 20 Jahren, am 15. Dezember des Jahres 2004, unterzeichneten die Bundesrepublik Deutschland und eine neu gegründete „Projektmanagement GmbH Camp Spich“ den Kaufvertrag für das ehemalige belgische Kasernengelände „Camp Spich“ in Troisdorf.

Zuvor wurde „Camp Spich“ über 50 Jahre von den Belgiern für militärische Zwecke genutzt.

Für 1,5 Millionen Euro konnte die Stadt über die Projektmanagement GmbH das 42 Hektar große Gewerbegrundstück erwerben. Für das ehemalige Kasernengelände war vor allem die Ansiedlung großer Unternehmen geplant. Zu den ersten Interessenten zählte seinerzeit die Harry Brot GmbH.

Bereits am 21. Dezember 2004 schrieb dann der General-Anzeiger:

„Nur eine Woche, nachdem die Stadt Troisdorf die ehemalige belgische Kaserne Camp Spich für 1,5 Millionen Euro gekauft hat, ist die Hälfte des 42 Hektar großen Industrie- und Gewerbegebietes bereits vermarktet. Auf 66 000 Quadratmetern wird der Back-Konzern Harry-Brot GmbH eine neue Brotfabrik errichten.“

„Die Ansiedlung von Harry Brot war die Initialzündung“, so der damalige Leiter der Troisdorfer Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing GmbH Jürgen Sturm. Um die neue Backfabrik von Harry-Brot hatten sich mehrere Städte beworben, Troisdorf jedoch hatte den nötigen Platz und die gewünschte Infrastruktur.

Bereits nach vier Jahren hatte die städtische Tochtergesellschaft TroPark GmbH, die aus der eigens für die Vermarktung gegründeten „Projektmanagement GmbH Camp Spich“ hervorgegangen war, ihr letztes Grundstück verkauft.

Die Stadt Troisdorf überzeugte damals nicht nur mit großzügig bemessenen Flächen, sondern auch mit attraktiven Preisen. Damals wie heute waren die optimale Anbindung an die lokale Infrastruktur wie auch an die überregionalen Verkehrswege für die ansiedelnden Firmen ein überzeugender Standortvorteil.

„Unser Mut, die Entwicklung des netto 45 Hektar großen Geländes selbst in die Hand zu nehmen, wird belohnt“, so der damalige Bürgermeister Manfred Uedelhoven.

Manfred Meiger, damaliger Geschäftsführer der HSP Hochspannungsgeräte GmbH, die 2007 ihren Sitz von Köln ins Camp Spich nach Troisdorf verlegten, begründet die Entscheidung für den Standortwechsel so:

„Im Wesentlichen waren zwei Gründe ausschlaggebend: Zum einen hat der alte Standort dem immensen Wachstum der Firma, bedingt durch die extrem steigende Nachfrage nach unseren Produkten, für die Infrastruktur auf dem Energieverteilungsmarkt nicht mehr mitgehalten. Zum anderen erreichen die nachgefragten Produkte Dimensionen, die in Porz nicht mehr produziert werden können.“

Heute ist Camp Spich mit insgesamt 38 ansässigen Unternehmen und Betrieben einer der wichtigsten Wirtschaftsmotoren der Stadt und ein Garant dafür, dass Troisdorf auf Grund verlässlicher Einnahmen aus der Gewerbesteuer über einen soliden Haushalt verfügt und in der Lage ist, die diversen Herausforderungen an eine moderne Stadt und Verwaltung zu meistern.

Ab 2023 errichtet Harry Brot im Camp Spich eine weitere Produktionshalle, die 2024 fertiggestellt sein wird. Dadurch werden weitere 100 Arbeitsplätze in Troisdorf geschaffen.

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