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Troisdorf

Nubbelverbrennung des Troisdorfer Dreigestirns

"Neben den vielen offiziellen Helferinnen und Helfern in und um unser ganzes Team, gilt es auch, einen riesigen Dank an unsere Familien, die immer hinter uns standen und stehen, auszusprechen", lies Bauer Ingo (Otte) des Dreigestirns der Troisdorfer Burgstürmer wissen. Am vergangenen Dienstag, 13. Februar, verbrannte das Troisdorfer Trifolium den Nubbel vor der Hochburg, dem Stadtschreiber, und markierte so das offizielle Ende der Karnevalssession.

Ebenso gaben Prinz Pradeep I., Jungfrau Franka und Bauer Ingo ihre Insignien der Session an den Troisdorfer Prinzenstammtisch ab. Frank Radermacher nahm diese entgegen, um sie bis zur neuen Session sicher zu verwahren. Doch eins nach dem anderen:

Der letzte Abend des Troisdorfer Dreigestirns begann in feierlicher Atmosphäre des Stadtschreibers. Zunächst durften die Gäste noch einmal die Performance des Trifoliums genießen: Es wurden die bekannten Lieder "Troisdorfer Junge, Troisdorfer Mädche" oder "Prinz, Buur, Jungfrau" gesungen. Danach wies Bauer Ingo ein letztes Mal darauf hin: "Karneval ist für alle da. Ob groß, klein, dick, dünn – ganz egal. Ich glaube, das haben wir in dieser Session erfolgreich gezeigt." Das haben sie in der Tat, denn das Dreigestirn wies oft darauf hin, dass Vielfalt, Toleranz und Inklusion unverzichtbare Grundpfeiler des Karnevals sind.

Dann hieß es "Applaus, Musik aus", wie es die Jungfrau Franka treffend formulierte, nachdem das letzte Lied des Troisdorfer Dreigestirns der Session 2023/2024 verklungen war. Es war nun an der Zeit, die Insignien zurückzugeben. Frank Radermacher vom Prinzenstammtisch stand bereit, um sie in Empfang zu nehmen. Prinz Pradeep I. musste also das Prinzenzepter und die Federn zurückgeben, die Jungfrau Franka ihren Spiegel, der Bauer Ingo den Schlüssel der Stadt sowie seinen Dreschflegel.

Alle drei waren sichtlich gerührt. Der Prinz gab seine Insignien als erstes ab – erst das Zepter, dann die Federn. Daraufhin dankte er seinen Eltern, die ihn "immer ermutigt haben, nach vorne zu schauen" und seine Ziele fest zu verfolgen, anstatt wehmütig zurückzublicken. "Danke Mama, danke Papa", schloss er seine emotionale Rede ab.

Auch Bauer Ingo fiel es sichtlich schwer, von dem Schlüssel der Stadt und seinem Dreschflegel Abschied zu nehmen. "Tränen der Freude, Tränen des Glücks, aber auch Tränen der Trauer, weil es einfach vorbei ist", hielt er sich kurz.

Jungfrau Franka orientierte sich bei ihren Abschiedsworten fest am kölschen Grundgesetz. "Et is wie et is, et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jot jejange".

Danach verlieh Hans Josef Tannenbaum, Präsident des Festausschuss Troisdorfer Karneval e. V., dem Dreigestirn und den Adjutanten sowie der Schatzmeisterin, dem Standartenträger und der Gefolgeführerin die verdienten Urkunden für ihre wichtigen und zuverlässigen Dienste. Wie gewohnt moderierte er locker wie wortgewandt durch den Abend und kümmerte sich zudem noch um die Musik. "Ein Präsident des Festausschusses für euch an der Musikanlage – das kann auch nicht jedes Dreigestirn von sich behaupten", scherzte er.

Nachdem Dreigestirn und Gefolge dann noch ihre karnevalistische Kleidung ausgewechselt hatten, war es so weit – der Nubbel wurde verbrannt. Die lebensgroße Strohfigur, die im rheinischen Karneval stellvertretend für die Sünden der Jecken während der Session büßen muss, wurde vor dem Stadtschreiber von Bauer Ingo in Brand gesteckt. Zuvor wurde der Nubbel unter großem Wehklagen und großem Trauerzug vor die Kneipe getragen.

Die Session ist somit vorüber. Klar ist, dass das Troisdorfer Dreigestirn alle Erwartungen übertroffen hat: Neben den vielen jecken Auftritten wiesen sie regelmäßig darauf hin, wie wichtig Inklusion und Vielfalt ist und übten ihr Amt auf Zeit würdevoll und mit einer ganz besonderen Strahlkraft aus. (pho)

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