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Troisdorf

Winterdienst der Stadt Troisdorf

Effizienter und umweltfreundlicher Einsatz von Streumitteln

Effizienter Winterdienst: Wie die Stadt Troisdorf mit moderner Technik und umweltfreundlichen Methoden für sichere Straßen sorgt. Erfahren Sie, wie elektronisch gesteuerte Streufahrzeuge und eine eigene Soleanlage den Winterdienst optimieren und Kosten sparen. Ein Blick hinter die Kulissen des städtischen Baubetriebsamts.

Das städtische Baubetriebsamt organisiert und koordiniert den Winterdienst in Troisdorf jedes Jahr von November bis März des Folgejahres. In der aktuellen Wintersaison 2023/2024 läuft der Winterdienst bis zum 22. März 2024. Die Stadt Troisdorf erfüllt ihre Streupflicht gemäß vorhandener Kapazitäten und je nach Dringlichkeit.

Um ökologische Belange zu berücksichtigen, erfolgt die Streuung auf den Fahrbahnen nach dem Prinzip „so wenig wie möglich, so viel wie erforderlich“. Die Stadt setzt hierfür vier große, elektronisch gesteuerte Streufahrzeuge ein, die das Streusalz optimal und rechtzeitig auf der Fahrbahn verteilen. Zusätzlich werden drei kleinere Streufahrzeuge eingesetzt, um vor allem Rad- und Gehwege zu bedienen. Für die Überwege und Bushaltestellen kommen vier Handstreukolonnen zum Einsatz.

Insgesamt sind 44 Mitarbeiter*innen des Bauhofes in Rufbereitschaft eingeteilt, wobei wöchentlich 22 Mitarbeiter*innen abwechselnd Dienst leisten. Diese übernehmen den Winterdienst außerhalb der regulären Dienstzeiten, an Wochenenden und Feiertagen. Während der Dienstzeit beteiligen sich bis zu 30 weitere Mitarbeiter*innen am Winterdienst.

Um das Personal entsprechend der Wetterlage optimal einzusetzen, überwachen zwei Einsatzleiter rund um die Uhr das Wetter und den Zustand der Fahrbahnen. Straßenabschnitte, die anfälliger für Reifglätte sind, werden regelmäßig abgefahren und kontrolliert. Die Einsatzleiter verfügen über mobile Computer, mit denen sie die aktuelle Temperatur und das Wetterradar permanent abrufen können, um eine optimale Kontrolle und rechtzeitige Entscheidungen über den Einsatz der Rufbereitschaft zu treffen.

Die Rufbereitschaft wird aktiviert, noch bevor Glätte entstanden ist. Die Mitarbeiter*innen sind in der Regel innerhalb von 30 Minuten einsatzbereit. Das Beladen der Fahrzeuge erfolgt schnell und effizient über Silo oder mit einem Radlader. Bei zu erwartendem Schneefall werden die Schneeschilder im Vorfeld an die LKWs montiert.

Die Streuung erfolgt nach festgelegten Routen, wobei Hauptverkehrsadern bis 7 Uhr gestreut werden. Leider werden die Streufahrzeuge immer wieder durch auf der Fahrbahn parkende Fahrzeuge behindert, was besonders bei Schneefall zu Verzögerungen führt.

Obwohl die Anlieger für den Winterdienst auf den Gehwegen zuständig sind, bleibt den Handkolonnen eine wichtige Aufgabe: Acht Mitarbeiter*innen sorgen mit Schaufeln und Besen dafür, dass die Übergänge in den verkehrswichtigen Straßen und die Bushaltestellen bei Schnee und Eis passierbar bleiben.

Die Menge der Streumittel, die von der Stadt in einem Winter auf die Straßen verteilt wird, variiert stark. In ungünstigen Wintern werden 800 bis 1000 Tonnen Salz und Granulat verwendet, während sich die Menge in milden Wintern auf etwa 100 Tonnen reduziert.

Um sicherzustellen, dass das Streusalz im Winter nicht ausgeht, hat die Stadt einen Liefervertrag mit einem zuverlässigen Lieferanten abgeschlossen. Es stehen ausreichend Lagerkapazitäten zur Verfügung, darunter zwei Silos mit einem Fassungsvermögen von 240 Tonnen Streusalz sowie ein Lager für mehr als 150 Tonnen Streusalz und ca. 50 Tonnen Lavagranulat.

Um die Umwelt zu schonen, setzt die Stadt seit einigen Jahren vermehrt auf die sparsame Methode des Streuens. Dabei wird eine möglichst minimale Menge an Salz auf die Straßen gebracht, indem Sole mit nur 22% Salzinhalt beigemischt wird. Die Stadt verfügt über eine eigene Soleanlage, die den Winterdienst unabhängig von Lieferengpässen macht und gleichzeitig bis zu 25% der Beschaffungskosten einspart.

Der Winterdienst der Stadt Troisdorf gewährleistet eine effiziente und umweltfreundliche Streuung auf den Straßen. Die Stadt ist bestrebt, die Verkehrssicherheit auch bei winterlichen Bedingungen zu gewährleisten und gleichzeitig die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren.

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