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Troisdorf
Mittwoch 29. Mai 2024

Runder Tisch Soziales Troisdorf

Ein wertvolles Netzwerk

Die Beteiligten haben ein klares gemeinsames Anliegen: „Es geht immer um die Belange der Menschen in Troisdorf“, sagt Ute Lange von der Diakonie An Sieg und Rhein. Deshalb treffen sich zwei Mal im Jahr Vertreterinnen und Vertreter von verschiedenen Diensten im Bereich Soziales zum „Runden Tisch Soziales Troisdorf“ – seit nunmehr 18 Jahren. Anlässlich des jüngsten Treffens in der Evangelischen Friedenskirchengemeinde in Troisdorf-Oberlar erläuterten Ute Lange, Mitarbeiterin in der Offenen Sozialarbeit, und Pfarrer i. R. Ulrich Pollheim vom Vorstand der Diakonie An Sieg und Rhein, den Wert des Rundes Tisches.

Der Runde Tisch kümmert sich nicht um einzelne Fälle. Als wertvolles Netzwerk liegt seine Bedeutung im Hintergrund: Vertreterinnen und Vertreter von sozialen Einrichtungen, Behörden, Organisationen und Sozialleistungsträgern tauschen sich aus, halten einander auf dem Laufenden und räumen wo möglich eventuelle Schwierigkeiten direkt untereinander aus dem Weg oder verabreden sich zu einem lösungsorientierten Gespräch.

Beispiele lauten: Wenn eine der Institutionen ihre Strukturen, Zuständigkeiten oder Angebote ändert, erfahren es die anderen. In Zeiten von Corona-Lockdowns war der Runde Tisch die Plattform, um voneinander zu erfahren, wer noch wie erreichbar ist. Ute Lange, die zusammen mit Gabriele Reuter-van Husen von Pro Familia das Orgateam des Runden Tisches bildet, betont: „Der Runde Tisch sorgt für Verbesserungen in der Zusammenarbeit in der Stadt Troisdorf.“ Die Treffen sorgten für Vertrauen untereinander. Entstehen soziale Nöte über Einzelfälle hinaus, kommt die Problemanzeige beim „Runden Tisch Soziales Troisdorf“ auf die Tagesordnung. Seit einigen Jahren beschäftige die wachsende Wohnungsnot und die aktuell steigende Armut die Mitglieder des Runden Tisches.

Der Runde Tisch Soziales Troisdorf passt perfekt in die Strategie der Diakonie An Sieg und Rhein. Denn sie versteht sich als Wohlfahrtsverband, der sich auch strukturell für verbesserte Lebensumstände von Menschen in sozialen Schwierigkeiten einsetzt. Vorstandsmitglied Ulrich Pollheim: „Zusammen mit Partnern aus Kirchen, Politik, Verwaltung und Gesellschaft engagieren wir uns gegen Ausgrenzung und für soziale Teilhabe“, nicht nur, aber auch in Troisdorf.

Beim Runden Tisch Soziales Troisdorf sind unter anderem vertreten: evangelische und katholische Kirchengemeinden, Pro Familia, Mieterbund, Verbraucherzentrale, Frauenhaus, Frauenzentrum, die katholischen Sozialdienste SKM und SKF, zwei Wohnungsbaugenossenschaften, Neustart, alle in Troisdorf vertretenen Arbeitsbereiche der Diakonie und die Mehrgenerationenhäuser der Stadt. Das Jobcenter Rhein-Sieg war lange als Gast dabei und ist mittlerweile festes Mitglied. Aus der Troisdorfer Politik nimmt die Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Senior*innen und Inklusion teil. Als Gast nimmt die Leiterin des Amtes für Soziales, Wohnen und Integration regelmäßig teil.

Evangelische Kirchengemeinden und Diakonie hatten den informellen Runden Tisch ursprünglich angestoßen. Das war 2005 und der Tisch hieß noch „Hartz IV“. Das heißt, seit seiner Gründung hat sich der Runde Tisch Soziales Troisdorf auch thematisch verbreitert.

Web: https://www.troisdorf.de/de/rathaus-service/buergerschaftliches-engagement/runder-tisch/

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