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Troisdorf
Dienstag 28. Mai 2024

Schon Mehrweg probiert?

Gemeinsam für weniger Müll in Troisdorf

Aus Anlass der Europäische Woche der Abfallvermeidung rückt die Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW in Troisdorf das Thema Verpackungen in der Außerhaus-Gastronomie in den Blick. „Schon Mehrweg probiert? Gemeinsam für weniger Müll in unserer Stadt“ lautet das Motto.

„Unser Marktcheck vom Juni hat gezeigt, dass viele Menschen Mehrweg- statt Einwegverpackungen für Nudeln, Pommes oder Salate nutzen würden, viele Betriebe ihre Kundschaft aber nicht ausreichend über Verpackungsalternativen informieren. Diese Informationslücke wollen wir schließen“, erklärt Umweltberaterin Gabriele Bock.

Rund 770 Tonnen Verpackungsmüll entstehen in Deutschland täglich alleine durch die Take-away-Gastronomie. Hochgerechnet auf das Jahr kommen mehr als 280.000 Tonnen Abfall zusammen.

Deshalb hat der Gesetzgeber Betriebe, die Essen und Getränke zum Mitnehmen verkaufen, seit 1. Januar dazu verpflichtet, neben Einwegverpackungen auch Mehrwegalternativen anzubieten. Ausgenommen sind nur kleine Betriebe (maximal 80 m², maximal fünf Mitarbeiter). Auch sie müssen Speisen und Getränke jedoch in Mehrwegbehältnisse abfüllen, die die Kund:innen selbst mitbringen.

Zum Gesetz gehört auch eine Informationspflicht, dass heißt: Es muss deutlich sichtbare Hinweise auf eine mögliche Mehrwegnutzung geben. „Diese Hinweise fehlen jedoch häufig, wie unsere Untersuchung gezeigt hat“, so die Umweltberaterin. Auch seien manche Verbraucher.innen unsicher, wie genau Mehrwegsysteme funktionieren, welche Rechte sie als Kund:innen haben und welche Verpackungsalternativen es überhaupt gibt.

Weitere Informationen zum Thema gibt es bei der Umweltberatung der Verbraucherzentrale in Troisdorf, Kölner Platz 2, 02241/1495301 und unter folgendem Link. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/abfall/mehrwegpflicht-fuer-essen-und-getraenke-zum-mitnehmen-79833

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