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Troisdorf

Trosifol: Ein modernes und innovatives Unternehmen

MADE IN TROISDORF

Was haben die Reichstagskuppel in Berlin, der hufeisenförmigen, gläserne Skywalk in Arizona im Stammesgebiet der Hualapai-Indianer, die Kuppel über dem Hauptbahnhof in Berlin oder das „London-Eye“ in der britischen Hauptstadt gemeinsam? Diese Glaskonstruktionen und viele weitere Attraktionen weltweit erhalten ihre Stabilität durch eine Folie, die in Troisdorf „ihr Zuhause“ hat: Trosifol.

Erfunden und entwickelt haben sie die Experten der ehemaligen Dynamit Nobel; seit 1940 gab es hier Versuche, Sicherheitsgläser herzustellen, im März 1953 wurde der Name Trosifol beim Deutschen Patentamt in München als Marke registriert.

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2004 erfolgte die Übernahme des Trosifol-Geschäfts in Troisdorf und Nishni Nowgorod (Russland) von der HT Troplast AG durch die Kuraray mit dem heutigen Sitz in Frankfurt. Produziert wird weiterhin in Troisdorf im IndustrieStadtpark an der Mülheimer Straße. Mit mehreren Anlagen-Erweiterungen wurde den immer neuen Anforderungen und neuen Einsatzbereichen von Trosifol Rechnung getragen; war es zuerst das Sicherheitsglas an Bankschaltern oder in Fahrzeug-Windschutzscheiben, so haben die Chemiker und Ingenieure Einsatzbereiche in der Photovoltaik, in der Akustik- und Dekorativ-Verglasung entwickelt. Eine weitere Herausforderung ist das Recycling. Standortleiter Dr. Holger Stenzel: „Produktionsverschnitte haben wir schon immer wieder dem Produktionsprozess zugeführt, jetzt arbeiten wir an Recyclingverfahren von beispielsweise Gläsern mit Trosifol nach ihrer Nutzung.“

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Trosifol und Kuraray sind dem Standort Troisdorf treu geblieben, für notwendige Erweiterungen gab es immer wieder freie Industrieflächen im IndustrieStadtpark, die Genehmigungsverfahren wurden mit Grundstückseigentümern und Behörden recht unkompliziert abgewickelt. Stenzel sieht noch weitere Vorteile, die für Troisdorf sprechen: „Wir haben die gute Anbindung an Autobahnen und Flughafen und eine vorteilhafte Nähe zu Hochschulen und Universitäten. Und: Da wir im Industriegebiet sind, können wir rund um die Uhr produzieren und stören keine Nachbarn.“ Gar keine Wünsche? „Na, ja“, sagt Stenzel, „manchmal wünschen wir uns bessere Abstimmungen bei Zuständigkeiten zwischen den Betreibern im Industriegebiet.“ (wed)

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