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Troisdorf

Erlebniswanderung in der Vulkaneifel

Tourenbericht des Polizei-Sport-Vereins Siegburg

(hdp) Am 13. August war es wieder so weit. 15 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde des Polizeisportverein Siegburg trafen sich um 10.30 Uhr bei idealem Wanderwetter auf dem Wanderparkplatz in Mendig-Bell, Schweinsgraben zur monatlichen Tour.

Die Wanderung führte durch die Vulkaneifel. Nicht nur die Vulkane, auch der Mensch hat hier seine Spuren hinterlassen. Schon seit 2.000 Jahren wird hier Tuff, verhärtete Vulkanasche, abgebaut.

Sowohl die Genießer mit den Augen als auch Fotobegeisterte kamen schon nach ein paar Metern auf ihre Kosten: Liebevoll hergestellte und bemalte Nistkästen als Begleiter während der nächsten Kilometer.

Sehr wild und gleichzeitig romantisch präsentierte sich nach gut einem Kilometer die Marxe-Lay, ein alter Steinbruch, der nur durch eine enge Schlucht erreichbar ist.

Bei Kilometer 3,5 unterhalb des Gipfels des „Gänsehals“ liegt ein toller Rastplatz mit Fernsicht in das Neuwieder Becken. Später finden sich immer wieder schöne Ausblicken bis in den Hunsrück hinein. Die Pilzzeit ist in diesem Jahr früher als sonst. Zahlreiche schmackhafte Anis-Champignons säumten den Wegesrand. Die Sankt-Florian-Hütte bei Kilometer 7,0 lud zur zweiten Rast ein.

Etwas lauter, aber interessant präsentierte sich die Motocross-Strecke in Ettringen. Nur 15 Meter entfernt sprangen die wagemutigsten Fahrer bis zu 6 Meter hoch.

Der Aufstieg auf den Hochstein erwies sich als gut machbar und botanisch interessant. Auf dem speziellen Tuffboden wachsen hier einige seltene Blumen, so das Feld-Mannstreu und die Kartäuser-Nelke.

Knapp unterhalb des Gipfels liegt links die Genoveva-Höhle. Diese ist gefahrlos zu besichtigen. Spuren im Fels zeigen, wie hier Mühlsteine gefertigt worden sind. Ein naheliegender Felsturm beschert einen schönen Blick auf den Laacher See. Teilweise über Moorstege ging es zum Erlenbrunnen. Das kohlesäurehaltige Wasser ist trinkbar, aber sehr, sehr mineralienreich – Geschmacksache. Als letztes Highlight beeindruckten die steilen Tuffwände des Rauhbuur.

Die durchaus sportliche, aber überaus abwechslungsreiche Tour endet nach 14,2 Kilometern und 420 Höhenmetern auf dem Parkplatz.

Die nächsten PSV-Wanderungen finden am Sonntag, 3. September und 22. Oktober statt. Interessenten sind gerne zum Schnupper-Wandern eingeladen.

Informationen bei Hans-Peter Sperber unter wandern@psv-siegburg.de.

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