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Troisdorf

Traditionelles Geldbeutelauswaschen an der Burg

Am vergangenen Aschermittwoch fand das traditionelle Geldbeutelauswaschen auf Burg Wissem statt. "Wie schad is dat, dat dat am eng is", bedauerte "Pastor" Werner Schiffer von den Troisdorfer Burgstürmern das Ende des Karnevals 2023/2024. Gleichzeitig forderte er die anwesenden Karnevalisten auf, im Burggraben der Burg ihre Geldbeutel auszuwaschen.

Zunächst wurden Fürbitten vorgelesen, unter anderem auch von Prinz Ben des Kinderdreigestirns von der Hütte sowie von dem Troisdorfer Dreigestirn der Burgstürmer. Danach führte ein Trauerzug einmal durch den Burghof, das Burgtor bis hin zum Burggraben. Dort wuschen dann alle anwesenden Karnevalisten ihre Geldbeutel aus. So werden die letzten Spuren der vergangenen Session aus den Gelbbeuteln ausgewaschen. Gleichzeitig soll gewährleistet werden, dass diese auch in der kommenden Session gut gefüllt sind.

Im Jahr 2009 ließ die Karnevalsgesellschaft der Troisdorfer Burgstürmer die Tradition des Geldbeutelwaschens wieder aufleben – im Rheinland gibt es sie bereits seit über 150 Jahren: Der erste Beleg für das "Geldbeutelauswaschen" ist auf das Jahr 1863 datiert worden. Natürlich stammt der Beleg aus Köln, dort wuschen die Karnevalisten ihre Geldbeutel im Rhein aus.

Der Brauch stellt ein Zeichen dafür dar, dass der Karneval den letzten Euro gekostet hat. Eine fest eingeplante Prozedur zum Ende der Karnevalssession – dank der Burgstürmer seit nunmehr 16 Jahren auch wieder im Troisdorfer Karneval. (pho)

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