Sommerfest auf dem Fischerplatz war ein großer Erfolg
(rmh) Troisdorf zeigte einmal mehr, wie sehr diese Stadt feiern kann. Die Präsenz der TLG Troisdorf und der Altstädter Troisdorf verlieh dem Fest eine besondere Tiefe, denn beide Vereine stehen exemplarisch für das, was Troisdorf seit Jahrzehnten trägt: Verlässlichkeit, Tradition, Engagement und die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen.
Die TLG, offiziell gegründet im Jahr 1908, zählt heute über 250 Mitglieder, darunter eine starke Jugendabteilung, die laut Vereinsangaben regelmäßig mehr als 40 Nachwuchskräfte betreut. Ihre Aufgaben reichen weit über das reine Vereinsleben hinaus: Die TLG ist ein zentraler Bestandteil der lokalen Brauchtumspflege, organisiert traditionelle Veranstaltungen und unterstützt städtische Feste mit logistischer Expertise und ehrenamtlicher Manpower.
Die Altstädter, deren Wurzeln bis ins Jahr 1922 zurückreichen, gehören mit über 300 Mitgliedern zu den größten Traditionsvereinen der Region. Ihr musikalisches Corps ist weit über Troisdorf hinaus bekannt und tritt regelmäßig bei großen Festen, Karnevalsumzügen und regionalen Veranstaltungen auf. Offizielle Vereinsdaten zeigen, dass jährlich mehr als 80 Auftritte absolviert werden – ein beeindruckender Wert, der die Professionalität und Leidenschaft der Mitglieder widerspiegelt.
Schon am frühen Nachmittag strömten Familien, Freundeskreise, Vereinsmitglieder und Neugierige auf den Festplatz, der sich in eine farbenfrohe Bühne für Begegnungen verwandelte. Die Mischung aus Musik, Kulinarik, Mitmachaktionen und kleinen Überraschungen wirkte wie ein lebendiger Querschnitt durch das, was Troisdorf ausmacht: eine Stadt, die Gemeinschaft nicht nur beschwört, sondern lebt. Zwischen den Ständen der örtlichen Vereine, die mit viel Liebe zum Detail ihre Arbeit präsentierten, entstand eine Atmosphäre, die gleichzeitig vertraut und neu wirkte. Viele nutzten die Gelegenheit, um mit den Engagierten ins Gespräch zu kommen, die sonst meist im Hintergrund wirken. Ihre Erklärungen zu Projekten, Traditionen und aktuellen Herausforderungen zeigten, wie vielfältig das lokale Engagement ist und wie sehr es den Alltag vieler Menschen prägt.
Während Kinder sich an Spielstationen versuchten, bastelten oder sich beim sportlichen Mitmachen verausgabten, genossen Erwachsene die entspannte Mischung aus Musik und Gesprächen. Die Bands auf der Bühne sorgten für einen Klangteppich, der sich über den gesamten Platz legte und immer wieder Menschen dazu brachte, stehen zu bleiben, mitzuwippen oder spontan zu tanzen. Besonders am frühen Abend, als die Sonne langsam tiefer sank und das Licht weicher wurde, entstand ein Moment, der vielen in Erinnerung bleiben dürfte: ein Platz voller Menschen, die gemeinsam singen, lachen und feiern, ohne dass es dafür einen besonderen Anlass außer dem Zusammensein braucht.
Kulinarisch zeigte sich Troisdorf ebenfalls von seiner besten Seite. Die Auswahl reichte von klassischen Grillangeboten über internationale Küche bis hin zu süßen Kleinigkeiten, die vor allem bei den jüngsten Gästen für strahlende Augen sorgten. Viele der Speisen wurden von Vereinen oder lokalen Initiativen angeboten, die damit nicht nur für Genuss sorgten, sondern auch ihre Projekte unterstützten. Die Gespräche an den Tischen drehten sich um Urlaub, Politik, Sport, Nachbarschaft – und immer wieder um die Frage, wie gut es tut, nach intensiven Monaten wieder ein Fest dieser Größe zu erleben.
Ein besonderer Reiz lag in den kleinen Momenten zwischen den Programmpunkten: Kinder, die stolz ihre bemalten Gesichter präsentierten, ältere Besucher, die sich über alte Bekannte freuten, Jugendliche, die sich lachend durch die Menge bewegten. Die Stadt zeigte sich an diesem Tag als ein Ort, der Vielfalt nicht nur duldet, sondern feiert. Viele Besucher betonten, wie wichtig solche Veranstaltungen für das Zusammengehörigkeitsgefühl seien, gerade in Zeiten, in denen vieles schneller, lauter und unübersichtlicher geworden ist.
„Troisdorf feiert“ war mehr als ein Fest. Es war ein Spiegel der Stadt, ihrer Menschen und ihrer Geschichten. Ein Tag, der zeigte, dass Gemeinschaft nicht aus großen Worten entsteht, sondern aus Begegnungen, aus Offenheit und aus der Freude daran, miteinander Zeit zu verbringen.

