Das Krankenhaus Porz hat ein Update seines OP-Roboters bekommen
Porz-Mitte – „Für uns ist das heute ein besonderer Moment“, freut sich Prof. Dr. Jan Bredow. 2022 habe man sich als Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie im Krankenhaus Porz neu aufgestellt, so der Chefarzt. Nun sei man die erste Klinik außerhalb der USA, die den Stealth Axis OP-Roboter nutzen könnten. Und damit die neueste Generation der robotisch assistierten Wirbelsäulenchirurgie.
Bereits im Vorjahr konnte das Haus erstmals einen OP-Roboter zum Einsatz bringen. Nun das Update. „Wir erwarten vom Roboter, dass er noch einfacher, schneller und zuverlässiger arbeitet“, so Bredow. Dabei sei das Gerät kein Selbstzweck, sondern werde zum Nutzen der Patient*innen eingesetzt. Und das natürlich auch nicht ohne Menschen, die weiter die OPs leiteten. Der Roboter sei ein Hilfsmittel beim Operieren, sagt der Mediziner.
„Dass unser Team bei einer solchen europäischen Premiere dabei sein kann, macht uns schon etwas stolz.“ Hersteller Medtronic hat das Gerät nach Porz geliefert. Noch bevor es etwa in der Charité eingesetzt werde, so Bredow.
Es sei nicht selbstverständlich, dass Geschäftsführung, Kuratorium, Aufsichtsrat und Förderverein vom Krankenhaus gemeinsam diese Innovation mit möglich machten. „Dafür bin ich sehr dankbar“, so der Chefarzt. „Innovation ist für mich, wenn Technik den Eingriff schonender und komplikationsärmer für Patienten macht.“
Das Krankenhaus Porz bietet das gesamte Spektrum an Wirbelsäulenchirurgie an. Darunter minimalinvasive Eingriffe bis hin zu komplexen Operationen. Dazu gehören etwa Behandlungen von Verletzungen und Verschleißerkrankungen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule sowie denen des Beckens. Per 3D-Bildgebung und Robotertechnologie können komplexe Wirbelsäuleneingriffe mit besonderer Genauigkeit, Sicherheit und schonend durchgeführt werden. (red.)