Neubau einer Bouleanlage für die Gemeinde und alle Kriegsdorfer
Der Kirchbauverein Sankt Antonius Kriegsdorf hat bei seiner Jahreshauptversammlung nicht nur einen neuen Vorstand gewählt, sondern auch gleich mehrere neue Vorhaben auf den Weg gebracht, die das Gemeindeleben und den kleinen Ortsteil Troisdorfs bereichern sollen.
Bereits abgeschlossen ist die Restaurierung der drei Kriegsdorfer Pastorengrabsteine mit Finanzmitteln des Kirchbauvereins. Im vergangenen Jahr waren die Gräber zunächst eingeebnet worden, darunter auch das Grab des für die Kriegsdorfer Gemeindegeschichte bedeutenden Pfarrers Georg Birkle, nach dem die Birklestraße in Kriegsdorf benannt ist. Dem Bemühen des Kirchbauervereins und engagierter Kriegsdorfer Gemeindemitglieder ist es zu verdanken, dass die Grabsteine nun an prominenter Stelle vor dem Haupteingang des Friedhofes wieder in neuem Glanz erstrahlen.
Spätestens im nächsten Frühjahr soll neben der Sankt Antonius Kapelle ein neuer Boule- bzw. Pétanque-Platz entstehen und sich zu einem neuen Treffpunkt, insbesondere (aber nicht nur) der älteren Bevölkerung entwickeln. Im Schatten der alten Kastanienbäume, direkt neben der Gemeindekapelle, sicherlich ein idealer Platz. Es gibt dort Toilettenanlagen und zwei einladende Bänke, die bereits im vergangenen Jahr durch den Kirchbauverein finanziert und aufgestellt wurden.
Außerdem gibt es weitere Pläne, das Umfeld der Kapelle zu verschönern und zu verbessern. So soll ein neues Großsegel als Wetterschutz für den Kapellenvorplatz angeschafft werden, auf dem auch das jährliche Pfarrfest stattfindet.
Der Kriegsdorfer Kirchbauverein blickt auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurück. Er ist aus dem am 23. Februar 1907 gegründeten Kapellenbauverein hervorgegangen, in dem sich die damals hier lebenden 66 Kriegsdorfer Familien zusammentaten, um eine eigene Kapelle zu bauen. Gegen den energischen Widerstand der Kirchenoberen in Sieglar und Köln und ohne jede Kirchensteuermittel gelang es ihnen, in nicht einmal zwei Jahren allein mit Eigenmitteln und Eigenleistungen ihren lange gehegten Traum einer eigenen Kirche zu verwirklichen. Am 12. Juni 1908 erfolgte die Grundsteinlegung und am 15. November 1908 die Einsegnung der Sankt Antonius Kapelle in Kriegsdorf. Bauzeiten, die einen heute nur noch erstaunen lassen.
Und so gilt für die Kriegsdorfer Gemeinde noch heute: „Dat is jet, wo mer stolz drop sin!“.