Bunter Nachmittag der kfd Bergheim-Müllekoven
Aus den Bunten Nachmittagen der kfd und dem traditionell am 1. Adventswochenende stattfindenden Bergheimer Seniorenfest, ausgerichtet vom Ortsvorsteher, wurde erstmalig die gemeinsame Veranstaltung „KOMEDY FÜR ET DÖRP – hausgemacht“.
Elisabeth Engels, Claudia Nowak und Ortsvorsteher Guido Menzenbach begrüßten die anwesenden Gäste und stellten fest: „Nur gemeinsam sind wir stark“. Im Anschluss an Kaffee und Kuchen gaben die Akteurinnen dem Publikum nach der Melodie von „Live is life“ das Versprechen: „Wir sind eins“.
Es wurden verschiedene Sketche präsentiert, unter anderem über ein Hochzeitsgeschenk, das zurückgefordert werden soll, da das frisch aus den Flitterwochen zurückgekehrte Brautpaar bereits eine Scheidung anstrebt. Der Ehemann hatte sich auf der Hochzeitsreise über ihre Bauchfalten lustig gemacht, was bei den befreundeten Eheleuten Herbert und Schnipsi auf Unverständnis stößt. Herbert spricht seiner Frau ein Kompliment aus, das nicht ganz unproblematisch ist: „Ich sehe nur das Schöne in dir, das andere schaue ich mir gar nicht erst an.“ Sie versuchen, die Ehe ihrer Freunde mit telefonischen Ratschlägen zu reparieren, während Herbert sich mit seinen 30-jährigen Ehe-Ratschlägen immer weiter verstrickt: „Ehe ist eine Sisyphos-Arbeit“. Obwohl das befreundete Paar seinen Streit bereits beendet hat, herrscht im eigenen Haus großer Zank, da sich herausgestellt hat, dass sowohl Herbert als auch Schnipsi, jeweils ohne Wissen des anderen, heimlich das Hochzeitsgeschenk aufgestockt hatten. Aber das Brautpaar kann sich immerhin trösten mit dem Fazit: „So schlimm wie bei denen kann es bei uns gar nicht sein“.
Im Anschluss bringt ein moderner Küchennavigator eine Hausfrau zur Verzweiflung, so dass sie schließlich resigniert den Lieferdienst anruft.
Nachdem die ältesten anwesenden Bergheimer Bürgerinnen und Bürger durch Herrn Menzenbach geehrt worden waren, folgte zunächst ein etwas eigenwilliger Auftritt des Bolschoi-Balletts, bevor eine farbenfrohe Gruppe unter dem Motto „Träume“ sang: „Ich fühl` mich für immer jung“.
Bei einem absolut dringenden Gang zum Stillen Örtchen stellt eine Toilettendame den Müssenden auf die Probe. Völlig gelassen möchte sie alles genau wissen: welches Geschäft verrichtet werden soll, ob mit oder ohne Klopapier, mit Händewaschen oder ohne, etc. Die Not wächst immer mehr, bis es sich schließlich von selbst erledigt hat. Wie praktisch, dass die Toilettendame auch Hosen verkauft. Am Ende des Tages ist sie mit ihrem Geschäft zufrieden, denn „Müssen muss man immer“.
Ein „Mädelsabend“ griff auf unterhaltsame Weise Klischees auf: Die Frauen schauten eine Kochshow und verhielten sich dabei wie viele Männer bei einem Fußballabend – es gab lautstarke Kommentare, übertriebene Emotionen und hitzige Diskussionen und auch der Gesang durfte nicht fehlen und man wünschte sich in „Die kleine Kneipe an unserer Kirche“.
Pünktlich zum Finale zogen alle Spielerinnen auf der Bühne ein und sangen dazu folgerichtig „Mir kumme mit alle Mann vorbei“. Die Stimmung stieg und nach einer großartigen Jodeleinlage forderte das begeisterte Publikum eine Zugabe. Zum Abschluss gaben die Sängerinnen dem Publikum noch einen weisen Rat mit auf den Weg: „Das Leben ist jetzt“. Nach dem traditionellen „Engel för der Heimwäch“ gab es für die Spielerinnen den verdienten tosenden Applaus.