Programmierprojekt der Grundschulen ein voller Erfolg
(rmh) Von je her fasziniert das Weltall Kinder jeden Alters und beflügelt ihre Phantasien. Bietet Schule dazu Aufgaben an, werden diese sehr gerne angenommen.
Der Kern des Projekts „Mission im All“ liegt in der unbändigen Vorstellungskraft der Kinder. Diese Energie war es, die in der Aula der KGS Blücherstraße spür- und sichtbar wurde, als die Klassen 3 und 4 der beiden Schulen KGS Blücherstraße und der Gemeinschaftsgrundschule Janosch und ihre Arbeiten präsentierten. Was als spontane Idee entstand, nachdem offizielle Wettbewerbe zum Roboterbauen und Programmieren nicht mehr angeboten wurden, entwickelte sich unter der Federführung von Julia Hermanski, Hannah Krings und Jan Günther zu einem eigenständigen Schulprojekt, das die Kinder über Wochen hinweg in eine andere Welt entführte. Die Welt des Alls, der fremden Planeten, der Abenteuer, die nur darauf warteten, von jungen Köpfen erfunden zu werden. Manchmal verbunden mit der Frage, ob es noch anderes Leben im Universum gibt.
Die Schülerinnen und Schüler beider Schulen ließen sich nicht lange bitten. Sie erfanden Geschichten über mutige Raumfahrer, geheimnisvolle Wesen und Missionen, die nur mit Teamgeist zu bewältigen waren. Aus ersten Skizzen wurden Kulissen, aus Papierentwürfen Figuren, aus Ideen kleine dramaturgische Welten. Dass all dies später mithilfe von LEGO-Sets zum Leben erweckt werden sollte, verlieh dem Projekt eine zusätzliche Dimension. Denn plötzlich bewegten sich die selbst erdachten Figuren, drehten sich, leuchteten auf, reagierten auf Befehle – und die Kinder erlebten unmittelbar, wie ihre Fantasie durch Kreativität, Teamgeist und Technik eine neue Form erhielt.
Die Programmierung der Modelle war dabei kein beiläufiger Schritt, sondern ein Moment, in dem viele Kinder zum ersten Mal spürten, wie aus einem Gedanken eine konkrete Aktion entsteht. Ein Roboter, der sich auf Knopfdruck dreht, ist mehr als ein Spielzeug. Er ist ein Beweis dafür, dass Kreativität und technisches Verständnis sich gegenseitig beflügeln können. Die Kinder lernten, dass Fehler dazugehören, dass ein Bewegungsablauf nicht immer sofort funktioniert und dass es manchmal mehrere Anläufe braucht, bis eine Figur genau das tut, was die Geschichte verlangt. Diese Mischung aus Handwerk, Fantasie und digitalem Denken machte das Projekt zu einem Erlebnis, das weit über den Unterricht hinausreichte.
In der Aula zeigte sich schließlich, wie viel Herzblut in den Arbeiten steckte. Die Kulissen waren detailreich, die Figuren liebevoll gestaltet, die Roboter präzise programmiert. Vor allem aber war es die Begeisterung der Kinder, die den Raum erfüllte. Sie moderierten ihre Präsentationen selbst, erklärten Abläufe, erzählten von ihren Ideen und den Herausforderungen, die sie gemeistert hatten. Der Applaus des Publikums war nicht nur Anerkennung, sondern ein Echo auf die Freude, die das Projekt ausgelöst hatte.
Mission im All ist ein Beispiel dafür, wie lebendig Schule sein kann, wenn Kinder Freiräume erhalten, um eigene Wege zu gehen. Es zeigt, dass handwerkliche Arbeit auch in einer digital geprägten Welt unverzichtbar bleibt – selbst dann, wenn die Geschichten im Weltall spielen. Und es beweist, dass Projekte dieser Art die kreative Vielfalt junger Schülerinnen und Schüler nicht nur fördern, sondern zum Leuchten bringen.

